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Allergie – wenn das Abwehrsystem über die Stränge schlägt

Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems gegenüber
bestimmten körperfremden Substanzen der Umwelt. Dabei reagiert der Körper
mit einer heftigen Abwehrreaktion auf Stoffe, die eigentlich keine Gefahr für
die Gesundheit darstellen.

Der Ärzteverband deutscher Allergologen schätzt, dass heute jeder dritte
Deutsche an einer Allergie leidet. Spitzenreiter ist dabei der Heuschnupfen
(Pollinosis), ausgelöst durch Blütenstaub. Bereits Ende März starten die
Pollen der Erlen, Haselnussbäume, Ulmen, Pappeln und Weiden mit Ihrem
Rundflug – und lösen damit bei vielen Menschen allergische Reaktionen
wie Bindehautentzündungen, Lidschwellungen, Augenjucken, Schwellungen
der Nasenschleimhäute oder auch Atemnot und asthmatische Beschwerden
aus.



Was hilft bei Heuschnupfen?

Die beste und sicherste Methode zur Therapie ist es, den Kontakt mit den
Beschwerden verursachenden Allergenen zu meiden. Das ist leichter gesagt
als getan, denn schließlich kann man den herumschwirrenden Gräser- und
Blütenpollen nicht ganz aus dem Weg gehen.
Unser Pollenflugkalender (verlinken auf Grafik) informiert Sie über die
„Hochzeiten“ des Pollenflugs der in Deutschland wachsenden Gräser, Bäume
und Sträucher. So können Sie persönliche gesundheitliche Beeinträchtigungen
bereits im Voraus abschätzen und reagieren.

Außerdem haben wir Ihnen einige sinnvolle Tipps zusammengestellt, wie Sie
sich vor Heuschnupfenattacken besser schützen können und was Sie während
der Zeit des Pollenflugs besser vermeiden sollten.



Sportler und Heuschnupfen

Auch als heuschnupfengeplagter Sportler müssen Sie während der akuten
Pollenflugzeit nicht auf Ihre Outdoor-Aktivitäten verzichten:

•    Richten Sie Ihr Training nach den aktuellen Vorhersagen aus – Infos darüber
finden Sie in unserem Pollenflugkalender (verlinken auf Grafik).

•    Da am Vormittag meist mehr Pollen fliegen, verlegen Sie Ihre
Außenaktivitäten auf den späten Nachmittag oder in die Abendstunden.

•    Wie erfrischend ein warmer Sommerregen sein kann, merken Sie, wenn Sie
währenddessen oder kurz nach einem Regenschauer draußen sportlich
unterwegs sind – die Luft ist klarer und es sind wesentlich weniger Pollen
unterwegs.

•    Bevorzugen Sie Tannenwälder zum Laufen, Radeln, Wandern oder Nordic
Walken – hier ist die Pollendichte sehr viel geringer als an Äckern, Wiesen oder
Laubwaldrändern.

•    Bewegen Sie sich lieber in verkehrsberuhigten Zonen bzw. außerhalb stark
befahrener Straßen, denn die Mischung aus Abgas- bzw. Russpartikeln und
Pollen ist äußerst aggressiv.

•    Um die Augen vor den unangenehmen Pollen zu schützen, tragen Sie
möglichst seitlich geschlossene Sonnenbrillen.



Innenräume gegen Pollen schützen

Wie Sie sich, trotz lästigen Pollenflugs, in Ihrer Wohnung, im Schlafzimmer oder
im Auto wohlfühlen:

•    Lüften Sie lieber erst in den Abendstunden oder nach Regenfällen – dann
hat sich der Pollenflug etwas gelegt.

•    Pollenschutzgitter an den Fenstern, den Balkon- und Terrassentüren halten
einen Großteil der Pollen vor dem Eindringen in die Innenräume ab.

•    Das Aufstellen spezieller Luftreiniger kann helfen, die Luft in Innenräumen
weitestgehend Pollenfrei zu halten. Auch für die Klimaanlage Ihres Autos gibt es
spezielle Pollenfilter.

•    Legen Sie die Kleidungsstücke, die Sie tagsüber getragen haben, nicht im
Schlafzimmer ab.

•    Waschen Sie vor dem Zubettgehen Ihr Haar.

•    Auch wenn es schwer fällt, trocknen Sie die Wäsche nicht im Freien.


Grundsätzlich gilt:

Eine medikamentöse Behandlung mit speziellen Nasensprays oder
Augentropfen kann in den meisten Fällen zur Vermeidung der
Krankheitssymptome und zur Linderung der Heuschnupfen-Beschwerden
beitragen. Auch hier gilt: Besser Präparate ohne konservierende Zusatzstoffe
zu verwenden, da Konservierungsmittel selbst wiederum Überempfindlichkeiten
verursachen können.



Bilder und zusätzliche Informationen